In-vitro Modelle
Für die verschiedensten Indikationen von ZNS-Krankheiten gibt es für Brain-Slice Kulturen bekannte in-vitro Modelle. Dabei werden durch Vorbehandlung dieser Kulturen mit Substanzen ähnliche Effekte erzeugt, wie sie im Tiermodell oder beim Menschen beobachtet werden. Diese in-vitro Modelle wurden und werden von unserem Kooperationspartner an der Universität Rostock auf primäre neuronale Netzwerke mit dissoziierten Zellkulturen auf Mikroelektroden-Arrays übertragen und getestet.
Epilepsie
Die Stimulierung von neuronalen Netzwerken mit Bicucullin erzeugen Aktivitätsmuster, die man als epileptiforme Zustände bezeichnen kann. Da
Bicucullin am GABA-A Rezeptor bindet, ist dieses Modell insbesondere zum Testen von antikonvulsiven Substanzen im Drug Screening geeignet, die ebenfalls am GABA-A Rezeptor binden. In unseren Studien haben
wir mehrere Antiepileptika - AED, anti eplieptic drugs - mit diesem Modell untersucht.
Schizophrenie
Als ein mögliches Modell für die Schizophrenie wird die Stimulierung mit Phencyclidine (Angel Dust) eingesetzt. Ein verwandtes Modell, welches wir untersucht haben, besteht in der Stimulierung mit Ketamin.
Die Kultivierung der neuronalen Netzwerke über den gesamten Lebenszyklus von primären Zellkulturen bis hin zu adulten, mehrere Monate alten, Zellen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten
der Entwicklung neuartiger in-vitro Modelle, die das Studium relevanter Funktionsmechanismen ermöglichen.
Fragen sie uns nach weiteren Modellen, wie
zum Beispiel dem chemischen Kindling oder der Möglichkeit, neuronale Netzwerke von Knock Out Mäusen zu kultivieren und zu
testen.